Stau auf der Autobahn, stundenlange Flüge oder Zugfahrten – Reisen kann ganz schön anstrengend sein. Bei Fernreisen macht mich jedoch am meisten der Jetlag fertig, je nach Zeitunterschied komme ich abends nicht zur Ruhe und morgens nicht aus dem Bett. Ich fühle mich unausgeglichen und müde, ein wenig wie bei einem Kater, nur dass ich keinen Alkohol getrunken habe. Nicht umsonst wird der Jetlag auch als „Zeitzonenkater“ bezeichnet. Quälende Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und sogar depressive Verstimmungen können die Folge sein. Auch das Hungergefühl gerät durcheinander.

Flüge ab einer Dauer von fünf Stunden und die damit meist verbundene Zeitumstellung bringen unsere biologische Uhr aus dem Takt, der Melatoninhaushalt gerät durcheinander, was zu den genannten Symptomen führt. Nach zwei bis drei Tagen verschwinden diese meist wieder, wie lange es dauert, ist jedoch von Person zu Person unterschiedlich. Ich leide leider länger darunter. Untersuchungen im Schlaflabor zeigten übrigens, dass Veränderungen im Schlafrhythmus, der Körpertemperatur und der Hormonausschüttung noch bis zu 14 Tage später messbar sind.

Zum Glück hat mir meine Yogalehrerin Edyta Stateczny-Kade von loftyoga.de eine wunderbare Kundalini-Yoga-Meditation gezeigt, die helfen soll, den Jetlag zu überwinden, tiefen Schlaf zu finden und erholt aufzuwachen. Sie nennt sich „Shabd Kriya“ und stammt ursprünglich von Yogi Bhajan. Ziel der Meditation ist es, unser Nervensystem und das magnetische Feld wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Edyta Stateczny-Kade hat dazu ein schönes Übungsvideo für euch vorbereitet:

Anleitung zur Meditation Shabd Kriya

Sitze im einfachen Sitz in der meditativen Haltung wie ein Yogi

Die Hände liegen im Schoß im Kosmos-Mudra: 
Die rechte Hand liegt in der linken – bei Männern umgekehrt.
Die Daumen berühren sich und bilden mit den Zeigefingern ein kleines O

Der Rücken ist ganz gerade.
Du chantest mental (alles nur denken – ohne Stimme):

Einatmen in vier Intervallen – „Sa Ta Na Ma“ (Geburt, Leben, Tod, Wiedergeburt) denken – das Einatmen soll kräftig sein.
Atem halten 16 Intervalle – dabei viermal „Sa Ta Na Ma“ denken.
Ausatmen in zwei Intervallen – „Wahe Guru“ (Ekstase) denken – das Ausatmen soll kräftig sein

Alle Intervalle sind gleich lang. Du solltest weder schneller noch langsamer werden. Die Tendenz zum Schnellerwerden ist besonders im mittleren Teil gegeben. 

Der Fokus ist auf die Nasenspitze gerichtet. Die Augen sind 9/10 geöffnet. 

Dauer: 11 Minuten (kann auf 62 Minuten gesteigert werden)

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren!

Weitere Tipps, die gegen Jetlag helfen:

Geht an der frischen Luft spazieren, denn Tageslicht hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Denkt daran, viel zu trinken, auch Goldene Milch kann unterstützend bei Jetlag-Problemen wirken. Mir hilft außerdem die Asana Viparita Karani aus dem Yin Yoga in der Variante mit den Beinen an der Wand. Sie entspannt nicht nur den Rücken, sondern auch mich.

Dieser Blogartikel ist Teil des Yogablog Adventskalenders, den Melanie Wagner von Ganzwunderbar.com
ins Leben gerufen hat. Hinter Türchen Nummer 13 zeigt euch Annette von Yoga Experience tolle Ayurveda-Bücher für den Gabentisch.

Das nächste Kalendertürchen Nummer 15 öffnet Nicole von Soul & SpiritsWir wünschen euch eine schöne Adventszeit & frohe Festtage!

Rebecca & Edyta