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Merry Christmas!

Constantin sagt, ich solle öfter auf meinem Blog schreiben. Michi sagt, ich solle die Bilder so einstellen, dass man sie nicht nur als Miniatur sehen könne. Ersteres werde ich versuchen. Letzteres habe ich versucht, bekomme ich aber irgendwie nicht so richtig hin. 😀
So langsam weicht der Stress einer freudigen Aufregung.  Und was gibt es ein schöneres Umfeld, um zu entspannen, als an Weihnachten im Kreis der Familie?! Da fällt der Abschied wirklich schwer!
Seit gestern bin ich mehr als professionell ausgestattet, mit einem First Aid Basic-Set, einem RFID-blocking-Beutel gegen Datendiebstahl und einer Power Bank, mit der man Fotoapparat, iPhone & Co. auch ohne Zugang zum Stromnetz laden kann – ich würde sagen, da wäre selbst James Bond neidisch. 😉

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Time to say goodbye …

Gestern war der letzte Arbeitstag, nun habe ich 60 Tage Urlaub vor mir. Ein ungewohntes Gefühl. Aber jetzt habe ich endlich Zeit, um die lange To do-Liste anzugehen. Zum Beispiel gleich die Rechnung von
700 € für Impfkosten bei der Krankenkasse  einzureichen.

Ich bin immer noch total gerührt von den schönen Abschiedsgeschenken meiner liebsten Kolleginnen! Eine Schlafmaske kann ich für den schrecklich langen Flug gut gebrauchen und die speziell gelabelte Body Lotion klaut mir so schnell keiner. 🙂

 

Geschenke

Bald geht’s los!

 

FotoVLUU L310W L313 M310W / Samsung L310W L313 M310WDie Reiseroute austüfteln, nach Unterkünften schauen, Visa beantragen, Reiseschutzimpfungen, die Wohnung zwischenvermieten  ─   bevor es losgeht, gibt es noch viel zu erledigen. Aber erstmal ein ganz großes Dankeschön an meinen Bruder Michi, der mir geholfen hat, diesen Blog zu erstellen! Familie, Freunde & Bekannte können hier schauen, wo wir gerade so sind und was wir erlebt haben. Ich freu mich auf euren Besuch! 🙂

Urlaub in der Uckermark – ein Sommermärchen

Ein Sonnenblumenfeld in der Uckermark

»Der Mensch braucht Stunden,
wo er sich sammelt
und in sich hinein lebt.«
Albert Schweitzer

Manchmal werden die Straßen des Ostens ihrem schlechten Ruf gerecht. Langsam fahren wir den dürftig gepflasterten Weg hinauf. Und dann sehe ich sie – Sonnenblumenfelder – so weit das Auge reicht. Sie lassen die Welt in kräftigem Gelb erstrahlen und mich die sechsstündige Autofahrt sofort vergessen. Ich halte am Straßenrand, denn mich überkommt das Bedürfnis auszusteigen und einzutauchen in diesen einzigartigen Sommermoment. Mit ausgebreiteten Armen gehe ich zum Feld und streife den Blumenriesen, die mich umgeben, durch die grünen Blätter. Wir haben unser Ziel erreicht: die Uckermark.

Einmal öko bitte! Unsere Unterkunft: Ein Permakultur-Hof 

Wir hatten uns eine Unterkunft auf einem nachhaltigen Bauernhof gemietet. Als wir ankommen, werden wir freundlich von Johanna und Christoph, den Eigentümern des Permakultur Hofes Stein-Häger und ihren beiden Kindern begrüßt. Sie zeigen uns das große Gelände, das irgendwie einen leicht aussteigermäßigen Touch hat und mir daher umso besser gefällt. Hinter dem Haus wohnen 20 Hühner, deren frisch gelegte Eier man fürs Frühstück kaufen kann. Außerdem gibt es zwei Pferde, zwei bunte Sattelschweine und einen Kater. Im Garten dürfen wir Kräuter und andere Produkte der Saison ernten und sogar ein selbst gebauter Lehmofen steht dort für Pizza oder Brot. Und es gibt eine Stelle, an der man abends Lagerfeuer machen kann. Landidylle pur also.

Selbermachen ist sowieso ein ganz großes Motto des Hofes, denn auch die Ferienwohnung des Hauses hat das Pärchen komplett ökologisch ausgebaut. »Die Dämmung besteht aus regionalem Hanf und Flachs und das Holz stammt aus unserem eigenen Wald«, erklärt uns Christoph stolz. Es gibt Ökostrom und das warme Wasser wird mit einer Holzheizung erzeugt – na, wenn das nicht alle grünen Herzen höher schlagen lässt!? Vor allem die schöne, selbstgebaute Holzküche hat es mir angetan, so eine will ich auch, denke ich mir.

 

Unberührte Landschaften, verborgene architektonische Meisterwerke und kulinarische Highlights

Endlich mal wieder ein Buch lesen, auf einem spiegelglatten See ganz weit hinausschwimmen und am Steg die Beine und die Seele gleichzeitig baumeln lassen – viel mehr hatte ich von diesem Sommerurlaub nicht erwartet. Doch was ich geboten bekomme, geht weit darüber hinaus: Die Uckermark ist mit dem Nationalpark Unteres Odertal,  dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und dem Naturpark Uckermärkische Seen ein Eldorado für alle Naturfans. Und da hier umwelt- und naturverträgliches Reisen im Vordergrund steht, gewann sie  2012/2013 auch den Bundeswettbewerb für Nachhaltige Tourismusregionen.

Die Tage fliegen nur so dahin. Ich lese ein Buch nach dem anderen und wir entdecken jeden Tag einen neuen See, an dessen einsamen Steg ich mein Handtuch ausbreiten kann. 590 Seen hat die Uckermark – da findet jeder seine Ruhe.  Man kann wunderbar wandern, radeln und Boot fahren durch diese teilweise unberührt wirkende Gegend. Und dann, wenn man es am wenigsten erwartet, trumpft die Uckermark mit beeindruckenden Bauwerken auf, wie zum Beispiel dem Schloss Boitzenburg – einem Traum in Weiß. Es ist eines der größten Renaissance-Schlösser Norddeutschlands und stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die Kulisse ist so malerisch, dass ich mich wundere, dass ihr bisher nicht mehr mediale Aufmerksamkeit zuteil wurde. Wäre es doch der ideale Drehort für eine »Sonntagabend-Schmonzette á la Rosamunde Pilcher oder eine Serie wie »Verbotene Liebe«. Stattdessen dient Schloss Boitzenburg als Jugendherberge und hat ein Café mit herrlichem Blick auf den sogenannte Küchenteich, in dem man auch schwimmen kann. Das tun wir dann auch in der Hitze, die das Thermometer auf über 30 Grad klettern lässt.
Wenn uns nach all der Faulenzerei der Hunger überkommt, erkunden wir die typisch regionale Küche der Uckermark und die ist wirklich mehr als fabelhaft! 

Kein Wunder, dass immer mehr Berliner die Uckermark (nicht nur wegen der geografischen Nähe) für sich als Urlaubsziel entdecken. Auch Angela Merkel habe an einem See in Hohenwalde ihr Ferienhäuschen, verraten uns Johanna und Christoph. Und doch sind wir froh, dass die Uckermark ansonsten touristisch noch relativ unbekannt ist, denn genau das macht ihren rustikalen Charme aus.

 

Reise-Geheimtipps Uckermark:

Unterkunft:
– Die Ferienwohnung des Permakultur Hofes Stein-Häger in Gerswalde.

Kulinarisches:
– Einen leckeren Kaffee im Café zum Löwen trinken. Es wird von der Ex-Berliner Regisseurin Lola Randl und ihrem Partner betrieben und liegt in der Dorfmitte von Gerswalde, gegenüber der großen Feldsteinkirche.
– Einkehren im Landgasthof zum Grünen Baum, es liegt in Temmen-Ringenwalde. Hier hat es mir besonders  die köstliche Forellencréme angetan, die zum frischen Brot gereicht wurde. Mmmh! Und die Kulisse ist, innen wie außen, auch sehr schön.
– Gleicher Name, andere Location: Der Gasthof Zum Grünen Baum liegt in unmittelbarer Nähe zum Schloss Boitzenburg. Bei der Einrichtung waren Künstler am Werk und die Speisekarte ist ein Gedicht. Sie bietet, je nach Saison, zum Beispiel gerahmte Pfifferlinge an hausgemachten Serviettenknödeln mit Trüffelöl und frischen Kräutern.
– Der Biohofladen auf Gut Temmen, hier gibt es Rindfleisch und Wurst in Bio-Qualität. Und man kann übernachten.
– Wie aus einem kitschigen Roman entsprungen scheint das Café Salon im Gutshaus in Friedenfelde, hier sollte man unbedingt bei Kaffee & Kuchen verweilen.
– Apfel-Fans müssen dem Haus Lichtenhain einen Besuch abstatten, das der Apfelgräfin Daisy von Arnim gehört.

Aktivitäten: Vor allem für Familien ist der Besuch der Straußenfarm in Berkenlatten zu empfehlen. Hier kann man u.a. auch direkt eine Straußenbratwurst probieren und das lohnt sich. Wenn man schon mal da ist, sollte man auch direkt den Barfußpfad mitnehmen, egal ob Jung oder Alt – es macht Spaß, sich mal auf neues und unerwartetes Terrain zu begeben.

Weitere Infos zu Unterkünften, Aktivitäten, Cafés und regionalen Produkten gibt es zum kostenlosen Download auf der Website der tmu Tourismus Marketing Uckermark GmbH

Bali, Insel der Götter – auf den Spuren von »Eat Pray Love«.

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»Die Neuankömmlinge waren sich einig, dass dies wahrhaftig die ›Insel der Götter‹ sei, wo ›jeder Künstler ist‹ und die Menschheit im Zustand ungetrübter Seligkeit lebe. Eine Idee, ein Traum, der lange nachklang; die meisten Bali-Besucher (mich selbst auf meinem ersten Trip eingeschlossen) glauben heute noch daran.«
Elizabeth Gilbert »Eat Pray Love«

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Leuchtend grüne Reisterrassen, atemberaubende Sonnenuntergänge, wunderschöne Tempelanlagen und gigantische Vulkangipfel, die von Wolken umschwebt werden – das alles macht Bali zu einer Traumkulisse für Filme und für Bilder. Kein Wunder, dass die Insel der Götter jährlich vier Millionen Touristen anlockt.
Reisterrassen von Tegalalang

Spätestens seit Elizabeth Gilbert ihren Bestseller »Eat Pray Love« veröffentlichte und dieser 2010 in die Kinos kam, strömen vor allem weibliche Reisende nach Bali. Auf der Suche nach dem großen Glück, nach Selbstfindung oder einem symbolischen Neuanfang. Vielleicht aber auch einfach, weil die Landschaftsaufnahmen im Film so beeindruckend waren. Ich muss zugeben, dass mich Buch und Film dazu inspiriert haben, diese Insel zu besuchen, um etwas von ihrem Zauber einzufangen.

Eines meiner Highlights bei dieser Bali-Reise war die Begegnung mit Ketut Liyer. Als uns der Taxifahrer endlich zum richtigen Ort gebracht hatte, erkannte ich den Eingang wieder. Und dann sah ich ihn, den alten Mann mit dem sympathischen, fast zahnlosen Lächeln und den struppigen weißen Haarbüscheln. Für 25 Dollar wollte er mir aus der Hand lesen, doch um selbsterfüllende Prophezeiungen zu vermeiden, lehnte ich das Angebot höflich ab. Daraufhin schenkte mir Ketut wieder ein Lächeln und sagte »See you later, Alligator«. Mir ist schon klar, dass ich nicht die einzige Touristin bin, die er auf diese bekannte Weise verabschiedet. Trotzdem ging ich glücklich davon.
Alte Frau bei Tegalalang

Ich war schon an vielen Orten auf der Welt. Aber nirgendwo wurde ich so oft mit einem freundlichen Lächeln begrüßt, wie auf Bali.

Seminyak Beach, Bali

Seminyak Beach ist ideal für Anfänger, um Surfen zu lernen. Die Wellen kommen (bei geeignetem Wetter) regelmäßig und sind nicht zu hoch. Man sollte jedoch unbedingt die entsprechenden Flaggen beachten, denn die Strömung auf Bali ist nicht zu unterschätzen. Zu sehr abtreiben lassen sollte man sich auch nicht, da an vielen Stellen (am Strand durch Totenkopf-Schilder ausgewiesen) giftige Abwässer ins Meer geleitet werden. Hier plötzlich in braunem statt türkisem Wasser aufzutauchen, ist nicht schön.
Vulkanbesteigung Gunung Batur

Ein unbeschreiblicher Moment: Auf Bali glaubt man, dass die heiligen Vulkane das Reich der Götter seien. Und als ich dort oben stehe, ahne ich warum. Die Tour auf den zweitheiligsten Berg Balis werde ich nie vergessen. Nachts um zwei sind wir gestartet, um pünktlich zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel des 1.717 Meter hohen Gunung Batur anzukommen. Die Aussicht ist mystisch schön. Nur der Blick auf den Kratersee Danau Batur bleibt uns leider verwehrt, es ist zu wolkig an diesem Tag.

Ashram Gandhi, CandidasaFriedlich: Der Seerosenteich am Gedong Gandhi Ashram in Candidasa.

Bali ist für guten Kaffee bekannt. Probiert die verschiedenen Sorten unbedingt mal aus. Auch die teuerste Sorte der Welt stammt hierher, der sogenannte Kopi Luwak, auch Katzenkaffee genannt. Die Art wie der Kaffee entsteht, ist sehr umstritten, da die meisten Schleichkatzen nicht artgerecht gehalten werden.
Sonnenuntergang am Strand von Padang Padang, Bali

»Würdest du noch einmal nach Bali reisen?«, fragte mich ein Freund nach meiner Rückkehr. Ja, das würde ich. Denn trotz einiger Einschränkungen hat die Insel ihren Zauber für mich behalten. Und sie ist ein ideales Ziel, das man allein bereisen kann. Zuletzt möchte ich noch erwähnen, dass auch Balis Nachbarinseln sehr sehenswert sind. Ich habe mir Lombok und Gili Air angeschaut. Wenn ihr auf den Spuren von »Eat Pray Love« reisen möchtet, müsst ihr nach Gili Meno, denn hier endet die Geschichte von Liz und Felipe.

Reisetipps für Bali:
– Für alle Yoga-Fans gehört ein Besuch im Yoga Barn in Ubud dazu. Es ist sehr schön gelegen und vor allem die frischen Säfte im Garden Kafe sollte man sich nicht entgehen lassen. Die Yoga-Kurse sind aufgrund der hohen Nachfrage leider etwas überfüllt. Unbedingt rechtzeitig vorab einen Kurs buchen! Falls ihr bisher noch kein Yoga gemacht habt, solltet ihr euch mal den schönen Beitrag „18 Amazing Benefits of Yoga, According to Science“ auf Jen Reviews durchlesen, spätestens dann werdet ihr motiviert sein, euch mal näher mit dem Thema zu beschäftigen.
– In Erinnerung ist mir auch der Besuch bei  Sjari-Tari-Us in Ubud geblieben. Dabei handelt es sich um eine Einrichtung, in der Lehrer und Eltern lernen können, wie sie Kinder mit Behinderungen fördern und erziehen.  Ein Projekt, das  sehr wichtig ist, denn Indonesien gilt eine Behinderung häufig noch als Strafe der Götter. Deshalb werden Menschen mit Behinderungen vor allem in dörflichen Gegenden oft eingesperrt, angekettet und misshandelt. Die Einnahmen aus dem dort ansässigen Restaurant und dem Laden kommen der Einrichtung zugute. Geocacher sollten bei Sjari-Tari-Us auf Schatzsuche gehen.
– Wer einmal einen Einblick in ein Ashram erhalten möchte, kann dies im Gandhi Gedong Ashram in Candidasa erleben. Wir durften an einer Meditation teilnehmen, bei der immer wieder ein Mantra in Sanskrit gesprochen wurde. Yogakurse und Zimmer werden im Gandhi Gedong Ashram ebenfalls angeboten.
Gunung Batur: Falls ihr über ein normales Fitnesslevel verfügt, dürft ihr euch die Besteigung des Gunung Batur nicht entgehen lassen. Am besten vorher einmal das Wetter checken, damit ihr eine gute Aussicht habt. Packt unbedingt auch etwas wärmere Kleidung ein, denn in der Höhe kann es sehr frisch werden. Auch Lebensmittel und Getränke sollte man dabei haben. Festes Schuhwerk und eine Taschenlampe gehören ebenfalls zur notwendigen Ausstattung. Buchen kann man die Tour fast an jeder Straßenecke.
– Orte wie Kuta und Seminyak besser meiden. Sie sind touristisch sehr überlaufen und werfen ein schlechtes Bild auf die Insel, besser gesagt auf die Menschen, die sie besuchen. Von Australiern, die Bali als »Ballermann« missbrauchen, bis hin zu vermeintlich minderjährigen männlichen und weiblichen Prostituierten, die sich am Straßenrand anbieten – schnell wird deutlich, dass die Armut dem Tourismus auch hier zu viel durchgehen lässt. Wer auf Bali ruhige Ecken sucht, sollte lieber den Norden bereisen.
Reiseführer: Wie immer ist es sinnvoll, seine Informationen aus verschiedenen Reiseführern zu beziehen. Diesmal war mir vor allem der Bali-Reiseführer von Michael Müller sehr positiv aufgefallen, da er schöne Tipps für das Besondere enthielt. In ihm erfuhren wir zum Beispiel vom Sjari-Tari-Us-Projekt in Ubud.

 

 

 

 

 

 

 

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