Träumen unter Bäumen – das klang für mich als Wald-Fan schon immer extrem verlockend. Mitten im Wald des Naturparks Solling-Vogler laden zwei Baumzelte zum Schlafen ein. Ich habe mich für eine Nacht in das Outdoor-Abenteuer begeben. Und das war wunderschön und gruselig zugleich.
Kategorie: Europa (Seite 14 von 16)
Ich hasse Campen. Eigentlich. Zu schlecht sind meine Erinnerungen an Zeltplätze in der Jugend: Lärm, Dreck, Hitze … Alles so gar nicht entspannend. Mit dem Wohnmobil wurde das Ganze schon erträglicher. Ein Freund davon, mit wildfremden Menschen in überfüllten Waschräumen nebeneinander Zähne zu putzen oder auf Toilette zu gehen, bin ich trotzdem nie geworden.
Es war einmal ein wunderschönes weißes Schloss, das inmitten eines prächtigen Parks lag. In ihm lebten über die Zeit eine Kaiserin, eine Herzogin sowie viele andere Adelszugehörige und bekannte Persönlichkeiten. Doch eines Tages kam der Krieg, er legte sich wie ein dunkler Zauber über das Schloss. Es wurde geplündert und es begann zu verfallen.
Nur das Zwitschern der Vögel und das Schnattern der Enten ist zu hören. Sonst nichts. Kein Lärm von Straßen oder Menschen, auch nicht in der Ferne. Ab und zu fährt ein Boot vorbei, das leichte Wellen in den See zeichnet. Zurück bleibt das leise Glucksen des Wassers, das die Pfähle des Bootshauses umschließt. So ein Urlaub in einem Haus am See – das ist Entschleunigung pur.
Ziemlich außer Atem vom Erklimmen der 592 Stufen des Gasometers und vom Sonnenlicht geblendet, ergreife ich die Türklinke des Eingangs. Drinnen ist es stockfinster. Meine Augen brauchen ein paar Sekunden, bis sie sich ans Dunkel gewöhnt haben. Dann entdecke ich den Eingang zum Panoramafahrstuhl. Mit ihm gleiten wir langsam hinab und dann sehen wir sie unter uns, die großartige Installation der Erdkugel. Es ist ein magischer Moment, wenn man die Erde das erste Mal so sieht, wie es sonst nur Astronauten tun. Vor kurzem hatte ich das Glück, den Astronauten Reinhold Ewald interviewen zu dürfen. Auf meine Frage, was für ihn der schönste Moment im All war, antwortet er: »Der Blick auf die Erde«. Als ich die Installation anschaue, muss ich an seine Worte denken.
Ich bin ein Stadtkind, das die Natur liebt. Doch wenn ich in den letzten Jahren durch die Wiesen und Wälder streifte, fiel mir immer wieder auf, wie wenig Blumen, Bäume und Kräuter ich benennen konnte. In meiner Kindheit war das anders. Wie ein aktuelles Gutachten des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zeigt, ist die Anzahl der Menschen, die sich gut mit Flora & Fauna auskennen um 21 Prozent zurückgegangen. Und sie wird rapide weiter sinken, denn es ist vor allem die ältere Generation, die noch einen Bezug zur Natur hat. Das ist schade und deshalb habe mir vorgenommen, mein eigenes Wissen wieder aufzufrischen. Im ersten Teil meiner Serie »Warum es sich lohnt, die Natur neu zu entdecken« widme ich mich dem Thema Pilzesammeln.









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