Grüne Wiesen, Felder und eine endlose Weite, die einen tief durchatmen lässt – so zeigt sich uns Nordwestmecklenburg an diesem letzten Dezemberwochenende vor Weihnachten. Mein Herz für den Osten Deutschlands habe ich schon länger entdeckt, umso mehr freue ich mich, wieder eine neue Ecke kennenzulernen. Wir fahren einen Weg entlang, der von alten knorrigen Bäumen gesäumt ist und dann sehen wir es vor uns: das Gutshaus Stellshagen. Mit seinen grünen Fensterläden steht es anmutig und stilbewusst inmitten der malerischen Landschaft.
Kategorie: Europa (Seite 15 von 16)
Fünf Tage tauchte Christina Egerter in der Hauptstadt Lettlands ab. Ihr Ziel war es, die Stadt so kennenzulernen, wie die Einheimischen sie sehen. Mit einem Blick für die Realität Rigas. Lasst euch von ihr auf eine ungewöhnliche Tour durch Riga mitnehmen: Verschwindet mit ihr in ihren Erinnerungen und begleitet sie durch zwielichtige Hinterhöfe, riesige Markthallen und schöne Cafés.
Mehr über Christinas Abenteuer könnt ihr bald auch auf ihrem neuen Blog lesen.
“When you disappear, reality appears“. Mit diesem Satz in den Ohren begebe ich mich erneut in eine der Hallen des riesigen Zentralmarktes Rigas. Gestern stand ich bereits hier mit Martin, dem Guide der Yellow Free Tour und lauschte diesem Satz aus seinem Mund. Er wollte uns Touristen aus England, Peru, Italien, Österreich und der Schweiz verdeutlichen, dass es lohnenswert sein kann aus seiner touristischen „Alles-mit dem Foto-festhalten-Müssen“-Rolle zu verschwinden, das Leben in Riga aus der Ferne zu betrachten, um die Stadt so wirklich kennzulernen. Ja und so versuchte ich während meiner Reise in die lettische Hauptstadt immer wieder zu verschwinden, um in Rigas Realität einzutauchen.
„Nur wo Du zu Fuß warst, bist Du auch wirklich gewesen“ sagte Goethe einst. Und irgendwie hat er Recht. Ein Land, das sich perfekt für einen Wanderurlaub eignet, ist Norwegen. Denn es bietet unbegrenzte Weiten, ursprüngliche Natur, Fjorde, die sich durch die Landschaft schlängeln und von in den Himmel ragenden Gebirgen und tosenden Wasserfällen umgeben sind. Gastblogger Johannes Schirge war im Land der Trolle unterwegs und teilt seine Erfahrungen rund ums Wandern bei Innvik.
Tränengas, Katzen und eine Luxus-Yacht à la Roman Abramowitsch – die Millionenmetropole Istanbul lässt sich für ihre Touristen einiges einfallen. Gastblogger Michael Bieckmann hat die bevölkerungsreichste Stadt der Türkei etwas genauer unter die Lupe genommen.
»Und so schwebten wir beide durchs Fenster, ohne es zu öffnen. Auf dem Fenstersims blieben wir stehen und sahen uns um.«*
Manch einer wird sich an das Märchen von Astrid Lindgren erinnern. An den kleinen Jungen mit dem kaputten Bein, der schon lange im Bett liegt und vielleicht nie wieder laufen kann. Eines Abends bekommt er Besuch vom geheimnisvollen Herrn Lilienstengel, der mit ihm auf wundersame Weise ins Land der Dämmerung fliegt, wo der Flieder immer blüht, die Sonne immer scheint und alles möglich ist.
»Der Mensch braucht Stunden,
wo er sich sammelt
und in sich hinein lebt.«
Albert Schweitzer
Manchmal werden die Straßen des Ostens ihrem schlechten Ruf gerecht. Langsam fahren wir den dürftig gepflasterten Weg hinauf. Und dann sehe ich sie – Sonnenblumenfelder – so weit das Auge reicht. Sie lassen die Welt in kräftigem Gelb erstrahlen und mich die sechsstündige Autofahrt sofort vergessen. Ich halte am Straßenrand, denn mich überkommt das Bedürfnis auszusteigen und einzutauchen in diesen einzigartigen Sommermoment. Mit ausgebreiteten Armen gehe ich zum Feld und streife den Blumenriesen, die mich umgeben, durch die grünen Blätter. Wir haben unser Ziel erreicht: die Uckermark.
Einmal öko bitte! Unsere Unterkunft: Ein Permakultur-Hof
Wir hatten uns eine Unterkunft auf einem nachhaltigen Bauernhof gemietet. Als wir ankommen, werden wir freundlich von Johanna und Christoph, den Eigentümern des Permakultur Hofes Stein-Häger und ihren beiden Kindern begrüßt. Sie zeigen uns das große Gelände, das irgendwie einen leicht aussteigermäßigen Touch hat und mir daher umso besser gefällt. Hinter dem Haus wohnen 20 Hühner, deren frisch gelegte Eier man fürs Frühstück kaufen kann. Außerdem gibt es zwei Pferde, zwei bunte Sattelschweine und einen Kater. Im Garten dürfen wir Kräuter und andere Produkte der Saison ernten und sogar ein selbst gebauter Lehmofen steht dort für Pizza oder Brot. Und es gibt eine Stelle, an der man abends Lagerfeuer machen kann. Landidylle pur also.
Selbermachen ist sowieso ein ganz großes Motto des Hofes, denn auch die Ferienwohnung des Hauses hat das Pärchen komplett ökologisch ausgebaut. »Die Dämmung besteht aus regionalem Hanf und Flachs und das Holz stammt aus unserem eigenen Wald«, erklärt uns Christoph stolz. Es gibt Ökostrom und das warme Wasser wird mit einer Holzheizung erzeugt – na, wenn das nicht alle grünen Herzen höher schlagen lässt!? Vor allem die schöne, selbstgebaute Holzküche hat es mir angetan, so eine will ich auch, denke ich mir.
Unberührte Landschaften, verborgene architektonische Meisterwerke und kulinarische Highlights
Endlich mal wieder ein Buch lesen, auf einem spiegelglatten See ganz weit hinausschwimmen und am Steg die Beine und die Seele gleichzeitig baumeln lassen – viel mehr hatte ich von diesem Sommerurlaub nicht erwartet. Doch was ich geboten bekomme, geht weit darüber hinaus: Die Uckermark ist mit dem Nationalpark Unteres Odertal, dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und dem Naturpark Uckermärkische Seen ein Eldorado für alle Naturfans. Und da hier umwelt- und naturverträgliches Reisen im Vordergrund steht, gewann sie 2012/2013 auch den Bundeswettbewerb für Nachhaltige Tourismusregionen.
Die Tage fliegen nur so dahin. Ich lese ein Buch nach dem anderen und wir entdecken jeden Tag einen neuen See, an dessen einsamen Steg ich mein Handtuch ausbreiten kann. 590 Seen hat die Uckermark – da findet jeder seine Ruhe. Man kann wunderbar wandern, radeln und Boot fahren durch diese teilweise unberührt wirkende Gegend. Und dann, wenn man es am wenigsten erwartet, trumpft die Uckermark mit beeindruckenden Bauwerken auf, wie zum Beispiel dem Schloss Boitzenburg – einem Traum in Weiß. Es ist eines der größten Renaissance-Schlösser Norddeutschlands und stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die Kulisse ist so malerisch, dass ich mich wundere, dass ihr bisher nicht mehr mediale Aufmerksamkeit zuteil wurde. Wäre es doch der ideale Drehort für eine »Sonntagabend-Schmonzette á la Rosamunde Pilcher oder eine Serie wie »Verbotene Liebe«. Stattdessen dient Schloss Boitzenburg als Jugendherberge und hat ein Café mit herrlichem Blick auf den sogenannte Küchenteich, in dem man auch schwimmen kann. Das tun wir dann auch in der Hitze, die das Thermometer auf über 30 Grad klettern lässt.
Wenn uns nach all der Faulenzerei der Hunger überkommt, erkunden wir die typisch regionale Küche der Uckermark und die ist wirklich mehr als fabelhaft!
Kein Wunder, dass immer mehr Berliner die Uckermark (nicht nur wegen der geografischen Nähe) für sich als Urlaubsziel entdecken. Auch Angela Merkel habe an einem See in Hohenwalde ihr Ferienhäuschen, verraten uns Johanna und Christoph. Und doch sind wir froh, dass die Uckermark ansonsten touristisch noch relativ unbekannt ist, denn genau das macht ihren rustikalen Charme aus.
Reise-Geheimtipps Uckermark:
Unterkunft:
– Die Ferienwohnung des Permakultur Hofes Stein-Häger in Gerswalde.
Kulinarisches:
– Einen leckeren Kaffee im Café zum Löwen trinken. Es wird von der Ex-Berliner Regisseurin Lola Randl und ihrem Partner betrieben und liegt in der Dorfmitte von Gerswalde, gegenüber der großen Feldsteinkirche.
– Einkehren im Landgasthof zum Grünen Baum, es liegt in Temmen-Ringenwalde. Hier hat es mir besonders die köstliche Forellencréme angetan, die zum frischen Brot gereicht wurde. Mmmh! Und die Kulisse ist, innen wie außen, auch sehr schön.
– Gleicher Name, andere Location: Der Gasthof Zum Grünen Baum liegt in unmittelbarer Nähe zum Schloss Boitzenburg. Bei der Einrichtung waren Künstler am Werk und die Speisekarte ist ein Gedicht. Sie bietet, je nach Saison, zum Beispiel gerahmte Pfifferlinge an hausgemachten Serviettenknödeln mit Trüffelöl und frischen Kräutern.
– Der Biohofladen auf Gut Temmen, hier gibt es Rindfleisch und Wurst in Bio-Qualität. Und man kann übernachten.
– Wie aus einem kitschigen Roman entsprungen scheint das Café Salon im Gutshaus in Friedenfelde, hier sollte man unbedingt bei Kaffee & Kuchen verweilen.
– Apfel-Fans müssen dem Haus Lichtenhain einen Besuch abstatten, das der Apfelgräfin Daisy von Arnim gehört.
Aktivitäten: Vor allem für Familien ist der Besuch der Straußenfarm in Berkenlatten zu empfehlen. Hier kann man u.a. auch direkt eine Straußenbratwurst probieren und das lohnt sich. Wenn man schon mal da ist, sollte man auch direkt den Barfußpfad mitnehmen, egal ob Jung oder Alt – es macht Spaß, sich mal auf neues und unerwartetes Terrain zu begeben.
Weitere Infos zu Unterkünften, Aktivitäten, Cafés und regionalen Produkten gibt es zum kostenlosen Download auf der Website der tmu Tourismus Marketing Uckermark GmbH










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