Es geht los: Ab Juli sollen Reisen nach Spanien wieder möglich sein. Falls ihr noch auf der Suche nach einem tollen Urlaubsziel für allein reisende Frauen, Freundinnen oder Pärchen seid, möchte ich euch die Son Manera Retreat Finca auf Mallorca wärmstens ans Herz legen.  Diese Oase der Ruhe liegt im Hinterland Es Pla – einer landschaftlich wunderschönen Region mit Hügeln, weiten Feldern und Schafen, traditionellen mallorquinischen Märkten, alten Windmühlen und kleinen Dörfern mit engen Gassen. Ein Geheimtipp, weit weg vom Massentourismus.

Mallorca zählt zu den Destinationen, die immer noch mit einem relativ schlechten Image zu kämpfen haben. Und mit Overtourism. Wer sich die Mühe macht, kann die mediterrane Balearen-Insel aber auch von ihrer anderen Seite entdecken. Das geht am besten zur Nebensaison und dort, wo nur sehr wenig Touristen sind. Im Hinterland Es Pla zum Beispiel. Ich war im Februar in der Son Manera Retreat Finca, die im Landesinneren liegt. Warum im Februar? Zum Einen, weil ich nach den unendlich vielen grauen, verregneten Tagen in Deutschland das Bedürfnis hatte, mal wieder die Sonne zu sehen. Und weil ich schon immer mal zur Mandelblüte auf Mallorca sein wollte.

Als ich die Finca erreichte, war ich direkt verzaubert. Diese Ruhe, diese Idylle, das Licht, die Landschaft … Für mich war es der perfekte Ort, um mal runterzukommen, das Handy in den Flugmodus zu schalten und einfach das Leben zu genießen.

Morgens um 7:30 Uhr begann der erste Yogakurs – ein 90-minütiger dynamischer Vinyasa Flow. Ziemlich früh, aber ich gewöhnte mich daran und es machte wach. Nach den 90 Minuten genoss ich das köstliche Frühstücksbuffet umso mehr. Es gab frisch gepressten Orangensaft, selbstgemachte Marmeladen und frisch gebackenes Brot. Porridgevarianten, regionales Obst, Gemüse und Eier. Und eine tolle Teebar mit Bio-Tees.

Vormittags machte ich oft kleinere Ausflüge mit dem Rad, denn die Straßen sind kaum befahren und führten an hübschen Steinmäuerchen und alten Höfen mit Blumengärten entlang. Immer wieder hielt ich unterwegs an, um die Mandelblüte zu bestaunen und dem Summen der Bienen zu lauschen. Nur einen kleinen Spaziergang entfernt liegt die bedeutende Talaiot-Siedlung Son Fornés, die aus dem 9. Jahrhundert vor Christus stammt. Hier lassen sich die Ursprünge der Trockensteinmauern bewundern, die noch heute die mallorqinische Landschaft prägen. In den Morgen- und Abendstunden hat dieser Ort seine ganz eigene mystische Atmosphäre. Tipp:  Im nur wenige Kilometer entfernten Museum erfährt man mehr zur Geschichte.

Kleine sehenswerte Orte wie Pina, LLoret oder Sineau lassen sich gut mit dem Rad erreichen. Auch dort war nicht viel los, aber für einen Besuch im Café auf einen Café con leche reichte es allemal. Ich mag es einfach, die Inländer in ihrem Alltag zu beobachten, vor allem dort, wo Mallorca noch so ursprünglich ist, wie hier im Hinterland von Es Pla.

Manchmal legte ich mich aber auch einfach an den Pool des Retreats oder in eine der zahlreichen Hängematten im Garten und genoss die wärmenden Sonnenstrahlen und den Ausblick auf das hübsche Örtchen Montuiri in der Ferne, dessen Kirchturm auf einem Hügel thront. Es zu besuchen, solltet ihr euch übrigens nicht entgehen lassen. Denn Montuiri bezaubert mit engen Gassen, den Resten alter Mühlen und der Pfarrkirche Sant Bartomeu, die im 14. Jahrhundert erbaut wurde. Auch die Windmühle Moli dén Fraret ist sehenswert, genauso wie das Windmühlenviertel Es Molinar. Einmal die Woche findet in Montuiri ein kleiner Markt statt.

Am Nachmittag gab es den zweiten Kurs: 90 Minuten Yin-Yoga. Ich liebe dieses lange Verweilen in den Asanas, das extrem entspannend ist. Bei passender Temperatur konnte der Kurs sogar auf einer der Outdoor-Plattformen oder der Dachterrasse stattfinden, das war einfach herrlich.

Warum die Son Manera Retreat Finca das perfekte Ziel für allein reisende Frauen ist

Alleinreisen liegt im Trend. Trotzdem ist aller Anfang manchmal schwer. Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Urlaub allein, den ich damals in einer Eco-Lodge auf Sri Lanka verbrachte. Es war eine unvergessliche Erfahrung und es hat mir so gut gefallen, dass ich mir vorgenommen habe, es jedes Jahr mindestens einmal zu tun.  An dieser Stelle, möchte ich einen Auszug aus einer wunderschönen Nachricht von Celina mit euch teilen, die ich im Retreat kennenlernen durfte:

»Die Reise in das Yoga Retreat Son Manera war meine erste Reise völlig alleine. Son Manera habe ich ausgewählt, da mir eine Kombination aus täglichen Yogaeinheiten und Erholungsmöglichkeiten in der Natur für meine Reise wichtig war. Ich suchte einen Ort mit guter Transferanbindung, der trotzdem weit genug vom üblichen Alltags- und Tourismustrubel liegt. Ich wollte die Möglichkeit zur Entschleunigung haben und genau die hat mir die Son Manera Retreat Finca gegeben. 

Beim Anblick der verschiedenen Yogabereiche ging mein Yogi-Herz auf. Ob der Kursraum drinnen, die Dachterasse der Finca oder die anderen beiden Außenplattformen mit Blick auf die weite Landschaft oder inmitten von Olivenhainen – alles machte mir Lust auf Yoga. Sauberes, hochwertiges und umfangreiches Equipment wurde zur Verfügung gestellt. Auch zur eigenen Nutzung außerhalb der Gruppenkurse, die morgens und abends stattfanden, jedoch kein Muss waren. Auch das empfand ich als sehr angenehm, damit wurde mir der Zeit- und Leistungsdruck genommen. Ich fühlte mich frei, ich konnte darauf gucken, wonach mir und meinem Körper zumute war. Und so war es auch mit allen anderen Tagesinhalten im Retreat. Es wurden Angebote gemacht, die man wahrnehmen konnte – man konnte es aber auch lassen. Und jede Entscheidung war okay.

Die umliegende Umgebung von Son Manera brachte mir dann nochmal die Extraentschleunigung und -entspannung. Die kleinen Wanderwege, die noch blühenden Mandelbäume, die pflückreifen Orangen und dazu noch das super schöne und warme Wetter Ende Februar. (…)

Was meine erste Reise allein dann noch perfekt machte, waren die wundervollen Menschen, die ich kennenlernen durfte. Nicht nur das herzliche Personal und die tolle Yogalehrerin Kerstin Pinger, sondern auch die anderen überwiegend weiblichen Reisenden machten diesen Urlaub für mich unvergesslich. So unterschiedlich alle doch waren, so inspirierender und interessanter waren doch die vielen Gespräche und das gesamte Miteinander. Ich hatte das Gefühl, dass alle auf einer Wellenlänge waren und sich mit unglaublich viel Wertschätzung, Respekt, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft begegneten. Es gab Zeiten von gemeinsamen Unternehmungen wie z.B. Kaffeetrinken im kleinen Ortscafé, einen Spaziergang zu einer Ausgrabungsstätte mit magischem Flair in der Nähe oder einen Besuch des Spa-Bereichs. Doch wenn ich mal Zeit für mich brauchte – alleine die Gegend erkunden, ein bisschen Yoga praktizieren oder am Außenpool ein Buch lesen wollte – konnte ich sie mir nehmen und jeder akzeptierte das. Ich reiste alleine nach Son Manera, doch hatte zu keiner Zeit das Gefühl, einsam zu sein.«

Mir ging es genauso. Und ich bin dankbar, dass ich vor Ort so viele wunderbare Menschen wie Celina, Verena, Kerstin, Astrid und Angela kennenlernen durfte.

Übrigens: Das Son Manera Retreat auf Mallorca öffnet wieder am 1. August 2020. 

Wenn ihr noch mehr über meine Zeit im Son Manera Retreat auf Mallorca erfahren wollt, empfehle ich euch die erste erste Folge meines Slow Travel Podcasts. Ihr findet sie überall, da, wo es Podcasts gibt, zum Beispiel bei Spotify. In der zweiten Folge kommen übrigens u.a. Celina und Verena zu Wort, auch da lohnt sich das Reinhören!


Meine Extra-Tipps für einen Urlaub im Yoga-Retreat auf Mallorca

Reiseführer
Ich hatte das DuMont Reise-Taschenbuch Mallorca: Reiseführer plus Reisekarte. Mit besonderen Autorentipps und vielen Touren.* dabei. Autor Hans-Joachim Aubert zeigt in diesem das andere Mallorca und verrät seine persönlichen Geheimtipps – ein Reiseführer ganz nach meinem Geschmack.

CO2-Kompensation
Wer den Flieger nimmt, kann seinen CO2-Abdruck über Organisationen/Klimaschutz-Stiftungen wie  atmosfair oder myclimate kompensieren. Ein Rechner zeigt einem den CO2-Ausstoß der Reise an und die Summe, die man in verschiedene Klimaprojekte spenden kann, um diesen auszugleichen.

Weitere Tipps zu tollen Yoga Retreats und Zielen für allein reisende Frauen …

… findet ihr hier: Vale de Moses, Portugal – Warum das Yoga-Retreat die perfekte Auszeit war
Ein kleines Paradies im Regenwald Sri Lankas: Yoga-Urlaub in der Singharaja Garden Eco-Lodge

 

 

 

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